Neujahr und Neubeginn

Es ist der 1. Januar und es ist kein Sonntag. Aber trotzdem fühlt es sich an wie Sonntag. Feiertag eben. Ich fahre mit einer halben Stunde Verspätung auf das Hochplateau hinter unserem Dorf.

Die halbe Stunde habe ich mir heute gegönnt, weil es eben gestern Sylvester war. Es ist ca. 8:30 Uhr. Unterwegs war es relativ glatt. Gestern hatte es den ganzen Nachmittag geregnet und über Nacht war der ganze Regen angefroren. Bin trotzdem gut oben angekommen.

Der erste Januar hat den besonderen Charme, dass um diese Uhrzeit extrem wenig Menschen unterwegs sind.


Jahresanfang – immer ein besonderer Tag.

Beginn einer neuen Zeit. Beginn eines neuen Jahres, vollgepackt mit guten Vorsätzen, die gestern zwischen Champagner Laune und 12-Uhr-Glockengeläut fabriziert wurden.

Während ich heute mal nicht den üblichen Weg gehe, sondern einen neuen Weg, zu Ehren des neuen Jahres, schaue ich über das Plateau. Die fahle Januar Sonne scheint mir direkt ins Gesicht, während man in dieser Stille, den Regen von den Bäumen tropfen hört.

Wenn ich mich von der blendenen Sonne abwende, kann ich ins Tal hinunterschauen. Bzw. ich kann es nicht, weil es aktuell so aussieht, als ob die Welt hier oben endet und es darunter nichts mehr gibt.


Eine wunderbare Illusion.

Es gibt heute morgen nur mich und meinen Hund hier oben und die Sonne. Wunderbar. Die Bäume glänzen vom gefrorenen Regen. Ich höre das Tropfen, weil die fahle Sonne doch schon soviel Kraft hat, dass es langsam taut.

Mit dem 1. Januar ist zwar ein neues Jahr angebrochen, trotzdem ist es für mich noch kein Neubeginn. Der steht für mich erst an, wenn das neue Sonnenjahr anbricht.

Und das ist nicht am 1. Januar sondern zum Frühlingsbeginn im März. Diese Zeit am Jahresanfang ist eher dafür bestimmt, in Ruhe in der neuen Zeit ankommen zu dürfen. Sich zu sortieren und auch zu orientieren, was man sich für das neue Jahr vornimmt, was sich ändern soll, was im neuen Jahr alles entstehen soll und darf.

Es dauert nicht mehr lange und die Sonne wird stärker und kräftiger.

Verharren und abwarten

Stille. Rückzug. Verbundenheit mit der schlafenden Natur. Abwartend auf das, was kommen will. Immer noch mehr und mehr mit sich ins Reine kommen, so wie die Natur es eben auch tut.

Das Zuschlagen des tiefen Winters abwartend und still verharrend. Und hier im Rückzug von der Sonne und der Wärme träumend und dass wir bald mit der aufsteigenden Sonne unsere Projekte und Ziele verwirklichen können. Jetzt ist Zeit, um zu sortieren, zu planen.

Ich geniesse die Sonne, nach dem Spaziergang setze ich mich wieder ins Auto und bin innerhalb drei Minuten wieder an der Stelle, an dem ich in den Nebel eintauchend, am Dorfeingangsschild vorbeifahre.

Die Sonne bringt erst den Aufbruch

Die Sonne bleibt hinter mir und das eintauchen in den Nebel ist für mich so, als ob er mich wieder in die Vergangenheit zurückziehen wollte. Hier im Dorf, wo das Tageslicht durch den Nebel noch nicht zu 100% angekommen ist, leuchtet noch die Weihnachtsbeleuchtung und die Strassenbeleuchtung.

Ich fühle mich buchstäblich zurück in der Vergangenheit. Ich komme quasi von der Zukunft, die die Sonne verspricht, zurück in eine eigentlich nicht mehr existierende Vergangenheit.

ich tauche wieder ein in das Warten, in die Stille, in das Nebelgewaber und weiss aber genau: es dauert nicht mehr lange und die Sonne wird kräftiger und stärker und wird alles wieder zu einem neuen Aufbruch führen.

Der Planungshelfer

Diese Zeit im Januar benutze ich, um das vorzubereiten, was zum Frühingsbeginn erblühen soll. Jetzt setze ich den Samen dafür. Der Januar und der Februar sind meine Planungshelfer für alles, was ich erreichen möchte.

Es muss alles gut vorbereitet sein, damit die Samen, die ich jetzt setze, aufgehen können. Das ist auch mein Tipp für alle diejenigen, die vielleicht aus der Champagnerlaune heraus mit guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet sind: Nicht gleich alles auf einmal umsetzen wollen und wenn es nicht auf Anhieb klappt, alles in die Tonne treten.

Gute Planung und gute Vorbereitung sind das Wesentliche. Sich ganz im Klaren sein, dass das gesetzte Ziel auch genau das ist, was man verwirklichen will und es nicht nur ansteuert, weil das Umfeld uns das diktiert oder die Gesellschaft es nun mal so will.

Es muss mein Ziel sein und mein Weg, um überhaupt an ein Ziel zu kommen. Mit guter Planung und Vorbereitung und innerer Klarheit lassen sich so alle Ziele für dieses neue und frische Jahr verwirklichen.

HAPPY NEW YEAR!

Jeannette Akermann

Autorin: Jeannette Akermann / 2018 Vitaltherapeutin/ Resilienz-Trainerin/ Fachperson für Holistische Gesundheit Jeannette Akermann ist ausgebildet und lizensiert für die Trainingsmethode „Erfahrungsbasierte positive Neuroplastizität“,  Dr. Rick Hanson, USA

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Cookies. Sie dienen dazu, das Angebot der Website nutzerfreundlicher, effektiver und sicherer zu machen. Außerdem dienen sie der Analyse und zur Verbesserung von Marketingmaßnahmen. Wenn Du dies nicht möchtest, dann beende bitte den Besuch dieser Website. Durch die weitere Nutzung der Website stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Durch den Klick auf den Button "Akzeptieren" stimmst Du der Verwendung von Cookies ebenfalls zu. Der Hinweisbanner wird in einem Monat wieder eingeblendet, um Deine Zustimmung zu erneuern. Detailliertere Informationen zu Cookies und Co., sowie zu Deinen diesbezüglichen Möglichkeiten und Rechten erhältst Du in der Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen